Hintergrundinformation zu den Komponisten
Die Stadt Bayreuth verbinden die meisten Musikinteressierten mit dem Namen Richard Wagner. Für Lautenisten und auch für Gitarristen bietet die „Musikszene" Bayreuths des 18. Jahrhunderts einiges Entdeckenswertes. In wohl kaum einer Zeit florierte das Kulturleben der Stadt so sehr, wie in der Regierungsphase des Markgrafen Friedrich und seiner überaus kunstsinnigen Gemahlin, der Markgräfin Wilhelmine (1735-1763). Sie war übrigens die Schwester von Friedrich dem Großen. Durch ihren Einfluß erblühte das Opernleben Bayreuths. Die Markgräfin spielte Cembalo, komponierte, nahm Gesangsunterricht und hatte, wie ein erst kürzlich entdecktes Portrait vermuten läßt, ihre Liebe zur Laute entdeckt. Eine schier unüberblickbare Anzahl an Hofmusikern versüßte ihr und ihren Gästen das Regieren.

Adam Falckenhagen studierte in Knauthayn bei Leipzig Klavier und Laute, hat wahrscheinlich auch bei Silvius Leopold Weiss gelernt. Nach Anstellung als Hofmusiker in Weimar und Weißenfels wirkte er von ca. 1732 bis ca. 1754 in Bayreuth.

Joachim Bernhard Hagen, 1720 in Hamburg geboren, kam mit 18 Jahren nach Bayreuth und wurde dort von dem Kapellmeister Johann Pfeiffer ausgebildet. 1738 erscheint er als Kapellmeister im Bayreuther Adresskalender. Sein Hauptinstrument war die Violine, Lautenunterricht erhielt er vermutlich bei Adam Falckenhagen.

Paul Charles Durant: Über sein Leben ist wenig bekannt. Einer Vermutung nach könnte er aus einer polnischen Musikerfamilie stammen. Ab 1757 taucht Durant als Kammerlautenist in Bayreuth auf.

Jakob Friedrich Kleinknecht: Schon als 15jähriger erhält er eine Stelle in der Hofkapelle des Fürstbischofs von Eichstätt. 1743 geht er nach Bayreuth, wo er als „Cammer-Flauttraversist", Geiger und Vizekonzertmeister tätig ist.


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